Traumsymbole & Bedeutungen

Letztes Update: 24. 08. 1999


Die Inhalte unserer Tr”ume stammen aus verschiedenen Quellen. Davon h”ngt zum Teil auch ihre Bedeutung ab. Die aufschluþreichsten Tr”ume wurzeln in den vielf”ltigen Erfahrungen unseres Lebens. Sie k–nnen bis in die fr¸heste Kindheit zur¸ckreichen und l”ngst aus unserer Erinnerung verschwunden sein. Das Unterbewuþtsein vergiþt nichts. Im Traum treten die Erfahrungen in Bildern wieder hervor, ohne daþ wir sie auf Anhieb als Erinnerung an fr¸here Erlebnisse erkennen. Zum Teil sind sie noch mit aktuellen Lebensumstanden verkn¸pft. Dann f”llt es meist besonders schwer, den Bezug zur Vergangenheit wahrzunehmen.

Traumerinnerungen stehen oft auch in Zusammenhang mit einer anderen wichtigen Traumquelle, der Triebwelt. Sie umfaþt Bed¸rfnisse und Bestrebungen, die man in der Realit”t unterdruckt, h”ufig auch vor sich selbst insgeheim nicht eingesteht. Die Befriedigung wird versagt, nur im Traum k–nnen solche Triebe symbolisch abreagiert werden. Dabei treten neben der symbolischen Befriedigung auch Erinnerungen an fr¸here Erfahrungen mit den Trieben und ”hnlichen Bed¸rfnissen (meist Entt”uschungen und Konflikte) auf. Auch aktuelle Frustrationen (Entt”uschungen, Versagungen) von Gef¸hlen und Bed¸rfniþen k–nnen mit der Erinnerung an fr¸here Entt”uschungen verbunden im Traum auftauchen. Trauminhalte entspringen aber auch Quellen auþerhalb unserer individuellen Erfahrungen und Triebe. Sie beruhen dann auf dem von C. G. Jung entdeckten, der Menschheit insgesamt gemeinsamen kollektiven Unbewuþten, dem wir auch in den M”rchen und Mythen der V–lker begegnen.

Erlebnisse des Alltags bilden eine weitere Grundlage vieler Tr”ume. Sie tauchen in mehr oder minder stark verschl¸sselter Form auf. Dabei handelt es sich oft um Eindr¸cke, die wir im Tagesbewuþtsein ¸berhaupt nicht richtig aufgenommen haben. Erst im Traum steigen sie empor und verbinden sich mit anderen, vielleicht wirklich wichtigen Trauminhalten zu einer schwer durchschaubaren Mischung. ¸ber dem ablenkenden Alltagseindruck, dem keine besondere Bedeutung zukommt, wird der eigentlich bedeutungsvolle Trauminhalt dann leicht ¸bersehen.

Zum Teil entspringen unsere Tr”ume k–rperlichen Vorg”ngen im Schlaf. Da wir im Traum weitgehend von der Auþenwelt abgewandt sind, werden Reize aus dem K–rper viel intensiver wahrgenommen als im Wachzustand. So kommen auch vorerst noch diskrete St–rungen k–rperlicher Funktionen zum Ausdruck, die wir im Alltag ¸berhaupt noch nicht bemerken. Sie werden mit in viele Tr”ume eingebaut. Wahrscheinlich erkl”rt sich daraus zum Teil, weshalb Tr”ume beginnende Krankheiten in einem sehr fr¸hen Stadium ank¸ndigen, noch ehe sie deutlichere Symptome hervorrufen. Man sollte diese wamenden Krankheits tr”ume ernst genug nehmen, um eine gr¸ndliche Untersuchung zu veranlassen, ehe die Erkrankung sp¸rbar zum Ausbruch kommt.

Eine letzte wichtige Traumquelle bilden die Reize aus der Umgebung des Schl”fers. Gehirn und Sinnesorgane werden ja im Schlaf nie vollst”ndig ausgeblendet. Sie nehmen sehr wohl Reize der Umvelt auf und beurteilen sie, nur wird dabei gew–hnlich der Schlaf nicht unterbrochen. Sie k–nnen aber verschiedene Tr”ume ausl–sen, die uns vielleicht zu Bewegungen veranlassen oder sogar aufwecken.

Tr”ume sind oft aus den Inhalten verschiedener Quellen zusammengesetzt. Wichtiges steht neben Unwichtigem, das die Traumanalyse erheblich erschweren kann. Deshalb darf man den Inhalt eines Traums nie mit seinem Sinn gleichsetzen. Als Trauminhalt bezeichnet man nur das tats”chliche Traumgeschehen, hinter dem sich mehr oder weniger verschl¸sselt der eigentliche Sinn des Traums (Traumaussage) verbirgt.